Angekommen sind wir am 26. am Abend. Dann haben wir Quatier bezogen und sind dann zum Berliner Congress Center(bcc)
aufgebrochen, um uns die Tickets zu kaufen, damit wir am nächsten morgen uns nicht anstellen müssen. Da dort
schon viel los war haben wir noch was getrunken und sind dann um Mitternacht wieder hin. Da war auch nicht
weniger los, aber wir haben dann uns doch angestellt.
Das Congress Center ist beim Alexanderplatz in der Nähe des Fernsehturms.
Der 24C3 läuft unter dem Motto "Volldampf Voraus". Dementsprechend handelte der erste Vortrag auch über Dampf. Und zwar über eine selbstgebaute Dampfmaschine die einen Telex antreibt. Die Leistung der Dampfmaschine hat zwar nicht gereicht um den Telex anzutreiben, aber es wurde eben nach dem Motto "Fail with Style" gehandelt und so wurde der Telex eben an das Netz angesteckt.
Hier wurde gezeigt wie man coole Sachen mit Microcontroller machen kann. Das Lieblingsprojekt
des Vortragenden war seine Brain Machine - ein Gerät mit dem man Gehirnwellen messen und auch
aussenden kann. Das Gerät ist relative einfach herzustellen.
Ein anderes Projekt, was mit den gleichen Microcontroller hergestellt werden kann, ist ein
Gerät, das einen Fernseher ausschaltet, sobald man es auf einen richtet. Dieses kann man dann noch
leicht irgendwo verstecken, z.B. Zigarettenschachtel, Handygehäuse, etc. Die Vortragende hat auch
darüber berichtet wie unterschiedlich die Leute darauf reagiert haben, wenn man ihnen den Fernseher
abdreht.
Hab mir diesmal das erste Mal ein Schnurlos-Telefon (DECT) mitgenommen. Dies kann man dort anmelden und dann kostenlos mit den anderen Congressteilnehmern telefonieren. Und auch kostenlos nach Deutschland telefonieren. Zu schade das ich niemanden mit einer deutschen Nummer kenne um es auszuprobieren. Was mit dem Telefon auch praktisch ist, ist das die Vorträge darüber gestreamt werden. Das heißt man kann sich mit dem Telefon Vorträge anhören, ohne physisch im Vortragssaal zu sein.
Das Lieblingsgetränk hier am CCC ist Club Mate. Das ist eine Art Eistee mit ziemlich hohen Koffeingehalt. Wird in Berlin hergestellt und ist auch unter dem Spitznamen "Hackerbrause" bekannt. Ein Slogan für das Getränk ist "man gewöhnt sich dran". Ich habe jetzt auch ein paar davon zu mir genommen und anscheinend schon daran gewöhnt;)
Gegessen hab ich zu Mittag "Berliner Eisbein", das ist eine Stelze mit Sauerkraut und Erdäpfeln.
Wie jedes Jahr wird in diesem Vortag berichtet was der Chaos Computer Club (CCC) jedes Jahr macht. Der CCC nimmt zu verschiedenen politischen Themen Stellung, insbesondere zu Themen der Privatsphäre und Sicherheit. Hauptthema ist sicher der Bundestrojaner, also ein Gesetzesentwurf der dem Staat erlaubt Software auf fremden Rechnern zu installieren, die diese steuern bzw. mitloggen können, was auf dem Rechner so alles läuft. Der CCC betreibt dazu Lobbyarbeit, um auf die ganzen Probleme die sich daraus ergeben hinzuweisen.
Man kann Leute in einer Nacht unterweisen, Fingerabdrücke zu fälschen und zu verwenden.
Was auch noch zum Thema Piracy festgestellt wurde:
In China gibt es schon 15 Harry Potter Bände!
Hier wird versucht, kleine oder auch größere Geräte zu erstellen, die leuchten und blinken.
One Laptop per Child ist ein Entwicklungsprojekt, das sich speziell an Kinder in Entwicklungsländern richtet.
Das Ziel ist einen Laptop zu erstellen, der speziell für diese Kinder zugeschnitten ist. Es ist ein wirklich
sehr gut designter Laptop, der Features enthält, die die meisten Laptops, die man im Geschäft erhält, nicht
haben. Aufgrund der Massenproduktion ist er sehr günstig und ist mit dem Ziel entwickelt worden, ihn um 100$
verkaufen zu können was jedoch aufgrund der recht starken Inflation etwas verfehlt wurde.
"The world is going to end". Was tun? Wie sich darauf vorbereiten. Was machen wenn die Welt von Robotern angegriffen wird? Welche Vorbereitung soll man gegen einen Atomkrieg treffen? Dieser Vortrag erörtert nicht nur die Problemszenarien, sondern stellt auch neuste Technologien und Howtos zur Verfügung. Frei nach dem Motto:

Auf jeden Fall sehr witzig.
Nichts für unter 18-jährige. Es gibt für die Teilnehmer Wodka. Fotographieren und filmen streng verboten! Daher gibt es hiervon auch keine Bilder.
Regel Nummer 34 besagt, dass es zu allem was existiert auch Pornographie gibt. Bei dem Spiel ging es darum dies nachzuweisen. Dazu treten 3 Kanditaten gegeneinander an und müssen so schnell wie möglich im Internet Pornographie zu diesem Thema finden. Die Ergebnisse werden präsentiert und von einer Jury bewertet. Interessanterweise haben die Frauen dabei extrem gut abgeschnitten;)
Hier ist Platz, um seinen Laptop aufzustellen. Gleichzeitig gibt es auch einen DJ und laute Musik. Daher empfiehlt es sich ein Chat Programm nebenbei laufen zu lassen, damit man nicht soviel schreien muss. Obwohl wir nebeneinander gesessen sind haben wir eine Kommunikation von "Berlin über Wien zurück nach Berlin" bevorzugt (Anm.: der Server über den wir gechattet haben steht in Wien).
Markus meint, dass ist kein Platz um seinen Laptop aufzustellen, sondern einer zum Tanzen. Naja, die Praxis spricht halt eine andere Sprache. Hier sitzen um die 50 Leute mit Laptop und tanzen tut niemand. Außerdem sitzen auf der Tanzfläche Leute und somit ist auch kein Platz dazu. Aber im Prinzip hat er natürlich Recht.
Haben die 100$-Laptops ausprobiert. Die Leute die diese mitgenommen haben stammen aus Wien und haben dort regelmäßig Treffen. Die Bedinienung der Laptops ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus praktikabel, wenn man sich daran gewöhnt hat.
Die Demo zu der wir aufgerufen wurden, läuft unter dem Namen "Guten Rutsch ins Jahr 1984" (Anm.: Anspielung an den Roman 1984 von George Orwell, eine Utopie über Überwachung). Die Demo fand vor dem Congress Center statt, war relativ kurz, komplett friedlich und äußerst kreativ. Besonders die elektronsichen Transparente, d.h. eine Kombination aus Tastatur, Video Beamer und Leinwand, die auf ein Gestell befestigt wurden, sodass man es tragen kann. Mit der Tastatur konnte man jederzeit den Text auf der Leinwand ändern. Also sehr praktisch.
Kanada, USA, Dänemark und Russland streiten über die Arktis. Grund: Öl. Russen setzen Flagge unter dem Meer. Wissenschaftler versuchen nachzuweisen, das die Arktis zu ihrerem Land gehört. Es werden bewaffnete Expeditionen entsandt. Kanada beansprucht öffentlich die Arktis für sich. Ein ziemlich lächerlich Streit, witzig dargestellt.
Markus hat einen Vortrag über Elektra gehaltet, also das Programm woran wir auf der Uni gearbeitet haben. Ich wollte ihn Fotographieren, als ich jedoch für das erste Foto den Auslöser betätigte versagte die Kamera den Dienst, weil der Akku leer war.
UniHelp soll eine Alternative zu StudiVz werden. Der Grund für eine Neuentwicklung ist, das StudiVz zentral organisiert ist und somit die Gefahr des Mißbrauchs der Daten besteht. Meiner Auffassung nach wird sich das Projekt jedoch nicht durchsetzen können, da StudiVz einfach eine viel größere Userbase hat.
Ein blödes Spiel, das ich bis ans Ende meines Lebens verlieren werde und schon wieder verloren hab;). Also die Regeln:
The Game (Das Spiel):
| Regel 1: | Sobald du die Regeln kennst spielst du das Spiel mit. |
| Regel 2: | Immer wenn du ans Spiel denkst, hast du verloren. |
| Regel 3: | Immer wenn du das Spiel verloren hast, musst du es bekannt geben und wenn die Person das Spiel nicht kennt ihr die Regeln erklären. |
Auf einer Party kann man das Spiel erweitern, sodass man immer was trinken muss wenn man verloren hat;)
Wie kann man verhindern, dass einem die Fingerabdrücke abgenommen werden können. Die Vorschläge die bisher erarbeitet worden sind, sind leider etwas schmerzhaft. Die Vorgestellten Methoden sind:
| Erhitzen | Man kann seine Fingerkuppen abbrennen, dann sind sie für die Abnahme eines Fingerabdrucks unbrauchbar |
| Ameisensäure | zerstört ebenfalls die Fingerabdrücke, aber auch mit Nebenwirkungen |
| Transplantate | Man kann sich die Fingerabdrücke transplantieren. |
Das ist Superbertram:
Er hat eine Webcam und macht damit regelmäßig Fotos, die er auf flickr stellt. Er kann seine Augen bewegen und sieht vor allem cool aus.
Halbe Stunde vorher war der Saal schon komplett voll und die Gänge sind voll mit Leuten die am Boden sitzen. Wir haben uns schon rechtzeitig in der Pause einen Laptop-Platz gesichert.
Berichtet wurde über Sicherheitsprobleme, die im vergangenen Jahr aufgetreten sind und welche uns in Zukunft erwarten.
Ein kleiner Roboter, der ein Mikrophone eigebaut hat und damit 5 Sekunden lang aufnehmen kann. Sieht niedlich aus, wurde jedoch in den USA aus Gründen der Sicherheit in Regierungsgebäuden verboten. Bei der Abschlussveranstalltung haben sie ihn vorgeführt.
Hier wurde über die Vorkommnisse bei der Abuse Hotline berichtet. Diese wurde eingerichtet falls es zu Netzwerkproblemen, etc. kommt, die von Kongressteilnehmern verursacht wurden.
There is illegal content on the congress -- no, there is no illegal content at the congress -- klick
Diese wurde eingerichtet, damit ambitionierte Hacker nachfragen können, ob es wirklich sinnvoll ist das zu tun was sie gerade machen. Genutzt wurde sie kaum, jedoch ist es cool so eine Hotline zu haben.
Der Hauptverwendungszweck für die Hotline waren Vortragende, die nachgefragt haben, ob sie das was sie zeigen wollten auch wirklich zeigen können. Alle wurden zum Herzeigen überredet.
Nach dem Kongress waren wir noch auf der After Congress Party in der C-Base. Dort erwartete uns gleich einmal der Alien Check und mir wurde der Zutritt verweigert, weil der Scanner einen Glaskörper gefunden hat, Markus war jedoch willkommen. Es sei erwähnt, dass ich trotzdem reingegangen bin.
Die C-Base ist normalerweise ein Ort, wo sich Leute treffen und am Laptop herumhängen, miteinander reden, Löten oder Aktivitäten planen. Für den Kongress wurde es jedoch als Diskothek umfunktioniert. Es ist auf jedenfall beeindruckend wie groß die C-Base ist.
Da es am Vortag in der C-Base doch etwas länger gedauert hat, haben wir zuerst mal lang geschlafen. Nachdem ich dann etwas für diese Seite geschrieben habe und das WLan im Hostel ausprobiert habe, sind wir essen gegangen und danach haben wir uns schon langsam in Richtung Brandenburger Tor aufgemacht, welches zu Fuß gut erreichbar ist.
Am Weg dorthin sind wir am Berliner Dom vorbei und haben dort kurz hineingeschaut.
Zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor ist ein Riesenrad. Dieses haben wir ausprobiert und versucht Fotos zu schießen, was allerdings eher misslungen ist.
Am Potsdamer Platz haben die Leute von Saalbach Hinterklemm eine künstliche Eispiste aufgestellt auf der man mit einem Schlauchboot runterrutschen kann. Auch das haben wir ausprobiert.
Das Brandenburger Tor war von der Vorderseite her gesperrt.
Auf der anderen Seite war eine Bühne aufgebaut und davor die Partymeile. Bevor man dorthin gelangt muss man jedoch bei den Securities vorbei, die einen überprüfen, dass man keine Kracher etc. dabei hat. Die sind nämlich dort verständlicherweise nicht erlaubt.
Wir waren um ca. 18:00 vor der Bühne und es waren schon Menschenmassen unterwegs. Allerdings war der Platz unmittelbar vor der Bühne noch fast leer, da auch noch niemand gespielt hat und es war auch noch nicht so viele unterwegs, sodass man sich nicht mehr bewegen konnte. Das folgende Bild ist um diese Uhrzeit aufgenommen worden:
Wir sind die Partymeile einmal auf und ab gegangen. Es gibt dort einige Partyzelte und noch andere Bühnen. Eine davon ist diese:
Nachdem wir zurückgekommen sind haben die Bands schon angefangen zu proben und es war so ein Gedränge, dass es unmöglich war weiter voran zu kommen. Wir haben zuerst versucht so weit wie möglich nach vorne zu kommen. Als die Bands dann mit dem Proben fertig waren und es längere Zeit nichts vernünftiges zu sehen gab sind wir zum nächsten Glühwein Stand mit Blick auf die Bühne gegangen.

Um einen besseren Blick auf die Bühne zu haben, hab ich den Versuch gestartet auf einen Baum zu klettern.
Es wurde durchgesagt, dass eine Million Menschen anwesend sind.
Das letzte Lied vor Mitternacht war von Monrose und zwar "Hot Summer". Was das mit Silvester zu tun hat bleibt mir ein Rätsel.
Dann kam das Feuerwerk.
Da es beim Brandenburgertor nicht mehr viel interessantes zu sehen gab und auch keine Live-Bands mehr spielten, brachen wir Richtung Potsdamer Platz auf. Dazwischen suchten wir die Abschussstelle der Feuerwerkskörper auf.
Beim Potsdamer Platzer war es anscheinend erlaubt oder zumindest geduldet, dass Feuerwerkskörper abgeschossen werden. Die Straße verwandelte sich dort in eine Müllhalde.
Und dann noch ein Photo von den beeindruckenden Gebäuden am Potsdamer Platz.
Feedback vorzugsweise per mail an patricksabin@gmx.at. Ich bin nicht dazu gekommen in der Webseite entsprechende Funktionalität einzubauen.
Ich war gemeinsam mit Markus Raab dort. Auch er hat darüber berichtet: http://www.markus-raab.org/Neuigkeiten
Die Homepage des 24C3: http://events.ccc.de/congress/2007/Main_Page